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Private Label Kaffee: Eigene Kaffeemarke ab 1 Karton — der Praxisleitfaden

4. Mai 2026 · 7 Min. Lesezeit · Die Genuss Factory

Ein Kaffee mit dem eigenen Firmenlogo auf der Tüte — als Mitarbeitergeschenk, als Kundenpräsent, als Teil der eigenen Markenwelt. Was früher nur für große Hotelketten ging, ist heute auch für kleine Unternehmen, Kanzleien, Ferienwohnungen und Cafés problemlos machbar. Bei uns in Frankfurt schon ab 1 Karton (10 kg).

Was ist Private Label Kaffee überhaupt?

Private Label (auf Deutsch oft "Eigenmarke") bedeutet: Wir rösten den Kaffee, Sie verkaufen ihn unter Ihrer eigenen Marke. Die Bohnen kommen aus unserer Rösterei, das Etikett zeigt Ihr Logo, Ihr Design und Ihren Namen. Niemand sieht "Die Genuss Factory" auf der Verpackung — wir stehen nur als Hersteller hinten in der Pflichtangabe.

Der Vorteil: Sie bekommen Profi-Qualität ohne eigene Rösterei. Keine Investitionen in Anlagen, kein Lebensmittel-Knowhow nötig, keine Mengen-Risiken.

Für wen lohnt sich Private Label Kaffee?

Der Prozess: Von der Idee zur fertigen Tüte in 14 Tagen

Schritt 1: Sorte und Röstprofil wählen

Zuerst klären wir gemeinsam: Welcher Geschmack passt zu Ihrer Marke? Kräftig-schokoladig wie ein klassischer italienischer Espresso? Fruchtig-floral wie ein moderner Specialty Coffee? Mild und nussig für Vielnutzer? Wir verkosten gemeinsam (auch per Probepaket) und wählen die passende Bohne und Röstung.

Schritt 2: Etikett gestalten

Sie haben drei Optionen:

Wir drucken auf Mattetiketten oder Kraftpapier-Tüten — beides hochwertig und langlebig. Die Pflichtangaben (Hersteller, Röstdatum, Inhaltsstoffe) packen wir korrekt nach LMIV dazu, damit Sie verkaufsrechtlich sicher sind.

Schritt 3: Röstung und Verpackung

Wir rösten frisch in der gewünschten Menge — keine Lagerbestände, kein altes Material. Die Bohnen werden in 250 g, 500 g oder 1 kg Tüten mit Aromaventil verpackt. Das Aromaventil sorgt dafür, dass das CO₂ aus der Frischröstung entweichen kann, ohne dass Sauerstoff eindringt — Mindesthaltbarkeit dadurch ca. 12 Monate.

Schritt 4: Lieferung

7–14 Tage nach Auftragsbestätigung steht die Ware bei Ihnen — entweder im Büro, im Café oder bei Ihrem Endkunden. Auf Wunsch auch direkter Versand an mehrere Adressen (z. B. Mitarbeiter im Homeoffice).

Bereit für die eigene Kaffeemarke?

Schickt uns euer Logo und sagt, wofür der Kaffee gedacht ist — wir machen euch ein konkretes Angebot in 24 Stunden.

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Was kostet Private Label Kaffee?

Anders als bei vielen Anbietern: Bei uns kein Setup-Fee, kein Mindestumsatz pro Jahr, keine Verpackungs-Pauschale. Sie zahlen nur den Kaffee und das Etikett.

Richtwerte 2026 (alle Preise netto):

GebindeMindestmengePreis pro 250g (ab)
250 g Tüte mit Etikett40 Tüten (= 10 kg)4,80 €
500 g Tüte mit Etikett20 Tüten (= 10 kg)4,40 €
1 kg Tüte mit Etikett10 Tüten (= 10 kg)4,00 €

Bei größeren Mengen (50 kg+) sinken die Stückkosten weiter. Etikettendruck ist in den genannten Preisen schon enthalten.

Häufige Stolpersteine — und wie wir sie umgehen

Lebensmittelkennzeichnung (LMIV)

Verkaufsfertige Kaffeeverpackungen müssen bestimmte Pflichtangaben enthalten: Bezeichnung, Hersteller, Inhaltsstoffe, Nettofüllmenge, Röstdatum (oder MHD), Allergenhinweise. Wir kümmern uns automatisch darum — Sie müssen nichts selbst recherchieren.

Bio-Zertifizierung

Wenn Sie Bio-Kaffee anbieten möchten, müssen Sie selbst kein Bio-Zertifikat haben — wir als Hersteller sind zertifiziert und das Produkt darf entsprechend gekennzeichnet werden. Wichtig nur: Im Etikett-Layout muss das Bio-Logo korrekt verwendet werden. Wir prüfen das mit.

Mindestmengen

Der größte Mythos: "Eigene Marke geht erst ab 100 kg". Stimmt bei großen Industrieröstereien. Bei uns geht es ab 10 kg = 1 Karton. Damit sind auch kleine Hochzeitsgeschenke, Probeläufe oder limitierte Editionen wirtschaftlich.

Tipps für ein erfolgreiches Private Label

  1. Klares Markenbild: Etikett sollte zum Gesamt-Branding passen, nicht "wir hatten gerade Lust auf was Buntes"
  2. Geschmack vor Optik: Lieber zwei Verkostungs-Runden machen, als später über schlechten Kaffee mit Logo zu ärgern
  3. Konsistenz: Wenn Mitarbeiter den Kaffee lieben, planen Sie Nachbestellungen im gleichen Profil
  4. Kommunikation: Geschichte erzählen — wo kommt die Bohne her, wer hat geröstet? Macht das Geschenk persönlicher
  5. Mit Kleinmengen starten: Erst 1 Karton testen, dann skalieren

Fazit: Private Label ist demokratischer als gedacht

Eine eigene Kaffeemarke war früher etwas für große Marken mit großem Budget. Heute kann ein 10-Personen-Büro in Frankfurt für unter 200 € einen ersten Karton mit eigenem Logo bestellen — und damit ein Geschenk schaffen, das messbar mehr Wertschätzung transportiert als die klassische Tasse mit Aufdruck.

Wir haben in den letzten Jahren rund 200 verschiedene Private-Label-Editionen geröstet — von Anwaltskanzlei bis Yoga-Studio. Wenn Sie wissen wollen, wie Ihre eigene Edition aussehen könnte: Hier geht's zur Private-Label-Übersicht.

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